Wirtschaftliche und finanzielle Daten und Analysen mit hoher gesellschaftlicher Relevanz

Das Sammeln und Analysieren von Wirtschafts- und Finanzdaten sind eine unserer Hauptaufgaben. Unsere Analysen und Untersuchungen bilden in erster Linie die Grundlage für unsere Entscheidungen in unseren eigenen Politikbereichen, nämlich der Geldpolitik, der Sicherung der Finanzstabilität und dem reibungslosen Funktionieren des Zahlungsverkehrs. Darüber hinaus können andere politische Entscheidungsträger unsere Daten und Analysen zur Untermauerung ihrer politischen Maßnahmen nutzen und wir sprechen auch selbst politische Empfehlungen aus. Unsere Daten und Analysen haben somit eine breite Wirkung auf die Gesellschaft und den Wohlstand von Familien und Unternehmen.

Unsere Stellungnahmen und Maßnahmen beziehen sich auf Preis- und Finanzstabilität, aber auch auf den Arbeitsmarkt, die Finanzierung der Wirtschaft, das Wachstumspotenzial, die öffentlichen Finanzen usw. Bei unseren Daten, Analysen und Studien ist es natürlich wichtig, dass wir auch aktuelle Herausforderungen wie die Digitalisierung, die COVID-19-Pandemie, den sozialen Zusammenhalt, den Klimawandel und die damit verbundene Energiewende in den Blick nehmen. Wir wollen auch all diese wirtschaftlichen und finanziellen Informationen so weit wie möglich mit der Gesellschaft teilen. Dazu nutzen wir unter anderem unsere Website, auf der unsere Studien und Statistiken zu finden sind, aber auch zum Beispiel Seminare, Konferenzen und Kooperationen mit belgischen Universitäten.

Daten sind die Basis unserer Politik

Wir verfügen über eine beträchtliche Expertise in makroökonomischen Daten (u. a. aufgrund unserer privilegierten Position als Ersteller der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung) und aufsichtsrechtlichen Daten (aufgrund unserer Aufsicht über den Finanzsektor). Darüber hinaus nimmt heutzutage der Zustrom ebenso wie der Bedarf an mikroökonomischen Daten, kurzfristigen Indikatoren und Daten aus neuen Bereichen wie der Digitalisierung und der grünen Wirtschaft stetig zu. Damit wir diese Daten für unsere Studien und politischen Entscheidungen qualitativ nutzen und interpretieren können, müssen wir ihre Konsistenz sicherstellen, und dafür ist ein gutes Datenmanagement unerlässlich.

Nicht nur die Regierung, auch die anderen Wirtschaftsakteure benötigen verlässliche Informationen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können. Indem wir unsere Daten noch transparenter und zugänglicher machen, leisten wir also einen entscheidenden Dienst für die Gesellschaft.

Steven Vanackere, Direktor

Wir machen unsere Analysen für die Allgemeinheit besser zugänglich

Um unsere Studien und Statistiken der breiten Öffentlichkeit so weit wie möglich zugänglich zu machen, nutzen wir nicht nur unsere Website, sondern halten auch Vorträge. Zum Beispiel stellen unser Gouverneur und unsere Direktoren jedes Jahr den Geschäftsbericht zur Wirtschafts- und Finanzentwicklung der Bank (nur auf Niederländisch, Französisch und Englisch verfügbar) in etwa fünfzehn belgischen Städten vor.

Darüber hinaus sind die Direktoren und Mitarbeiter bereit, Bereiche zu erläutern, für die die Bank verantwortlich ist oder in denen sie klare Kompetenzen entwickelt hat. So werden Mitarbeiter der Bank regelmäßig von Universitäten und Fachhochschulen als Gastredner eingeladen. Einige von ihnen geben ihr Fachwissen auch als Teilzeitdozent weiter.

Seit dem Ausbruch der Coronapandemie setzen wir auch auf Webinare (nur auf Niederländisch und Französisch verfügbar). So haben wir u.a. Webinare über die wirtschaftlichen Prognosen für Belgien im Kontext der COVID-19-Pandemie (auf Niederländisch und Französisch), die Auswirkungen von COVID-19 auf die belgische Wirtschaft (auf Niederländisch und Französisch) und über nachhaltiges Unternehmertum (auf Niederländisch) durchgeführt.

Am 22. Januar 2021 organisierten wir außerdem eine Online-Veranstaltung „NBB luistert“ (die BNB hört zu) zur Geldpolitik, an der eine Vielzahl von Organisationen der Zivilgesellschaft teilnahm.

Wir investieren auch in einen stärker pädagogisch geprägten Ansatz, um einige technische Analysen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Wir messen den aktuellen Herausforderungen große Aufmerksamkeit bei

Auswirkungen des Klimawandels

Bei unseren Analysen und Studien müssen wir natürlich die aktuellen Ereignisse und die vor uns liegenden Herausforderungen in den Blick nehmen. Zu diesen großen Herausforderungen gehören der Klimawandel und die Energiewende. Seit 2018 analysieren wir klimabezogene Risiken für den belgischen Finanzsektor und beteiligen uns an verschiedenen nationalen und internationalen Arbeitsgruppen, um die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen des Klimawandels gemeinsam besser einzuschätzen und zu steuern. Mehr dazu erfahren Sie im Abschnitt „Klima- und umweltbezogene Risiken analysieren und steuern“.

Am 22. und 23. Oktober 2020 haben wir eine internationale Konferenz zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels und den damit verbundenen Herausforderungen für Zentralbanken und das Finanzsystem veranstaltet. Sie können diese Konferenz ‚ ‘Climate change: economic impact and challenges for central banks and the financial system’ auf unserer Website anschauen.

Die wichtigste Frage lautet nicht, ob wir gegen den Klimawandel vorgehen sollten, sondern wie wir dies auf eine wirtschaftlich und sozial nachhaltige Weise tun können.

Pierre Wunsch, Gouverneur

Auswirkung der COVID-19-Krise

Besonderes Augenmerk legen wir auch auf die COVID-19-Krise und ihre heterogenen Auswirkungen auf verschiedene Bevölkerungsgruppen. Niedrigere Einkommensgruppen scheinen anfälliger zu sein und einige Wirtschaftszweige sind stärker betroffen als andere. Dies spiegelt wider, wie stark die Auswirkungen einer Krise oder eines Schocks zwischen Haushalten und Unternehmen variieren können. Es ist von grundlegender Bedeutung zu verstehen, wer von einem Schock am stärksten betroffen sein könnte und wie die Situation vor dem Schock war, etwa wenn Hilfsmaßnahmen festgelegt werden.

Für eine Zentralbank ist es wichtig, die Verteilung von Vermögen und Schulden zu verstehen, um die Auswirkungen geldpolitischer Maßnahmen zu beurteilen, sie gezielter einzusetzen und potenzielle Risikoherde zu erkennen.

Auswirkung der Digitalisierung

Die Digitalisierung hat einen enormen Einfluss auf die Gesellschaft und auch auf die Wirtschaft und den Finanzsektor. Die digitale Transformation bietet neue Chancen, stellt uns aber auch vor Herausforderungen. Neue Akteure, neue Dienstleistungen und Produkte, neue Plattformen und Geschäftsmodelle erfordern neue Daten, neue Tools und neue Expertise. Sicherzustellen, dass alle Bevölkerungsgruppen am digitalen Wandel teilhaben können, ist von großer Bedeutung für ihre Position auf dem Arbeitsmarkt, ihren Zugang zu Bildung und letztlich für den sozialen Zusammenhalt.

Wir stellen unsere Expertise in den Dienst der Gesellschaft

Angesichts unserer Verantwortung für die belgische Gesellschaft nehmen wir auch an verschiedenen Ausschüssen teil, wie dem Hohen Rat für Beschäftigung (nur auf Niederländisch und Französisch verfügbar), dem Hohen Rat für Finanzen und dem Nationalen Rat für Produktivität (nur auf Niederländisch, Französisch und Englisch verfügbar).

In unserer Position als privilegierter Beobachter können wir der Regierung wertvolle Unterstützung bieten, und das haben wir im gesamten Jahr 2020 durch die Economic Risk Management Group (ERMG) ausgiebig getan. In dieser Gruppe, die von unserem Gouverneur und Dr. Piet Vanthemsche geleitet wird, haben wir die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der Coronakrise genau beobachtet.

Im Auftrag der föderalen Regierung haben wir außerdem eine umfangreiche Studie über die Auswirkungen der Einwanderung auf die belgische Wirtschaft (nur auf Niederländisch, Französisch und Englisch) veröffentlicht. Diese Studie wurde auch im föderalen Parlament vorgestellt.