Sozial verantwortliches Investieren in unseren eigenen Portfolios

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2004 hat die Bank begonnen, einen Teil ihrer eigenen Reserven in auf US-Dollar lautende Unternehmensanleihen zu diversifizieren. Unternehmensanleihen bieten mehr Möglichkeiten, bei ihrer Verwaltung Nachhaltigkeitskriterien anzuwenden als Staatsanleihen, die traditionell einen sehr großen Anteil an der Bilanz der meisten Zentralbanken haben.

Die Manager unserer eigenen Portfolios (die nicht für die Geldpolitik vorgesehen sind) verwalten etwa 25 Milliarden Euro. Das Gegengewicht dazu bilden in der Bilanz vor allem die Banknoten, die wir in Umlauf bringen, und die Reserven, die die Banken bei uns als Zentralbank halten.

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Für unsere nachhaltige Anlagestrategie wendeten wir zunächst die Methoden des „negative screenings“ an, bei denen die Bank von Investitionen in Unternehmen mit nicht nachhaltigen Aktivitäten absah. Einige Jahre später haben wir auch ein „positive screening“ eingeführt, bei dem die Bank nur Anleihen von Unternehmen berücksichtigt, die im Vergleich zu ihrem Sektor ein ausreichend hohes ESG-Rating (Environmental, Social, Governance) aufweisen. 2019 beschloss die Bank, den Anteil der Unternehmensanleihen weiter zu erhöhen, um den nachhaltigen Charakter dieses Portfolios zu stärken. Gleichzeitig setzten wir die Diversifizierung unserer anderen Portfolios fort und investierten 2019 erstmals in ein Aktienportfolio, ebenfalls mit Fokus auf ESG-Kriterien. Wenn möglich, investieren wir auch in sogenannte Green Bonds oder thematische Anleihen, die zur Finanzierung bestimmter Projekte mit nachhaltiger Wirkung ausgegeben werden. Außerdem bauen wir unser Wissen über nachhaltige und sozial verantwortliche Investitionen durch die Teilnahme an internationalen Arbeitsgruppen weiter aus.

Mit unserem pragmatischen und progressiven Ansatz für eine nachhaltige Anlagepolitik wollen wir dazu beitragen, die Fallstricke eines Status quo zu vermeiden. Denn ein Status quo wäre angesichts der gesellschaftlichen Relevanz nachhaltiger Anlagen inakzeptabel. Bisher haben wir eine schrittweise Verbesserung erreicht und wir planen, unsere Bemühungen auch in Zukunft fortzusetzen.

Jan, Dienstleiter des Front Office des Handelssaals

ESG-Kriterien in unseren eigenen Anlageportfolios anwenden

Seit 2004 investiert die Bank einen Teil ihrer externen eigenen Reserven in auf Dollar lautende Unternehmensanleihen. Durch ein sogenanntes Negative Screening haben wir von Anfang an eine sehr kleine Anzahl von Anleiheemittenten von einer möglichen Investition ausgeschlossen, weil sie Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung bei ihren Aktivitäten eklatant missachten.

Einige Jahre später haben wir eine zusätzliche Methodik zur Auswahl von Unternehmensanleihen in unser Kreditportfolio integriert: Durch ein Positive Screening werden nur Anleihen von Unternehmen berücksichtigt, die eine ausreichend hohe Punktzahl bei ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) erzielen. Diese Punktzahl wird von einer spezialisierten externen Rating-Agentur vergeben.

Um den nachhaltigen Charakter unserer eigenen Portfolios zu stärken und in Anbetracht der Tatsache, dass die Anzahl dieser Emittenten weiter zunimmt, haben wir 2019 beschlossen, den Anteil nachhaltiger Anlagen zu erhöhen.

Da Diversifikation weiterhin ein wichtiges Thema in unserem eigenen Management war, haben wir 2019 ein Aktienportfolio aufgebaut. Aufgrund der mangelnden technischen Erfahrung in dieser Anlageklasse wurde beschlossen, einen externen Manager mit dem passiven Management dieses Aktienportfolios zu beauftragen. Der Referenzindex, der von einer externen Agentur für die Bank maßgeschneidert zusammengestellt wird, umfasst hauptsächlich die Aktienmärkte des Euroraums und berücksichtigt Unternehmen, die bestimmte ESG-Standards erfüllen. Mit der Investition in Aktien gehen wir in unserer Nachhaltigkeitsstrategie noch einen Schritt weiter, denn der externe Manager hat die Aufgabe, in der Hauptversammlung der Unternehmen, deren Aktionär er ist oder die er vertritt, sein Stimmrecht auszuüben, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen.

In thematische Anleihen investieren

Wenn möglich, investieren wir auch in sogenannte thematische Anleihen. Diese Art von Anleihen wird von supranationalen Institutionen, Regierungen und Unternehmen zur Finanzierung bestimmter Projekte ausgegeben, mit denen eine nachhaltige Wirkung erzielt werden soll. Dieser Markt befindet sich noch im Anfangsstadium, daher werden diese Anleihen vorerst einen begrenzten Anteil in unserem Portfolio haben. In dem Maße, wie dieser Markt wachsen wird, erwarten wir jedoch, dass die Bedeutung von thematischen Anleihen weiter zunehmen wird.

Wissen über nachhaltiges Investieren erweitern und austauschen

Wir nehmen an verschiedenen Netzwerken und Arbeitsgruppen zu den Themen Portfoliomanagement und nachhaltige Anlagen teil, um unser Wissen zu teilen und zusätzliche Expertise zu gewinnen. Dies ist notwendig, um langfristig weitere Schritte im Bereich des nachhaltigen Investierens zu unternehmen.

Wir beteiligen uns zum Beispiel aktiv am Network for Greening the Financial System (NGFS).

Dabei handelt es sich um eine freiwillige Kooperation von mehr als 50 Zentralbanken und Aufsichtsbehörden, die dazu beitragen soll, Klima- und Umweltrisiken für die Finanzstabilität zu bewältigen und die Ökologisierung des Finanzsystems zu beschleunigen.

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