Eine inklusive Organisation

Wir verfolgen eine Diversitäts- und Inklusionspolitik, weil wir glauben, dass die Zusammenarbeit verschiedener Profile die kollektive Intelligenz unserer Organisation steigert. In der Bank haben wir die Zahl unserer Initiativen in diesem Bereich seit der Gründung des Diversity & Inclusion Council und des Netzwerks von Diversitätsbotschaftern Ende 2018 stetig erhöht. Gemeinsam definieren und setzten wir Maßnahmen um, die es uns nicht nur ermöglichen, die quantitativen Ziele für mehr Frauen auf allen Ebenen der Organisation zu erreichen, sondern auch eine Unternehmenskultur zu fördern, in der sich jeder wohlfühlt und alle Mitarbeiter ihre Talente entfalten können, ohne Unterscheidung nach Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung, Herkunft oder möglichen Einschränkungen.

„Wir haben einen großen Nachholbedarf im Vergleich zu einigen Institutionen, die Diversität schon seit über 15 Jahren als Arbeitsthema auf der Agenda haben, aber wir versuchen, aus deren Erfahrungen zu lernen“, so Diversitätsmanagerin Sarah. „Wir werden unsere aktuellen Ziele und Maßnahmen schrittweise weiter ausbauen. Die Bank setzt sich für Diversität und Inklusion ein und legt großen Wert auf Aufgeschlossenheit und Respekt. Diese Werte sind Teil unserer DNA.“

Die Welt verändert sich zusehends. Damit wir Schritt halten können, benötigen wir alle Talente in ihrer ganzen Vielfalt. In der idealen Welt ist Diversität nicht das Ergebnis eines spezifischen Aktionsplans, sondern einer offenen und inklusiven Unternehmenskultur, die Achtung vor allen Unterschieden hat.

Pierre Wunsch, Gouverneur

Wir wollen vielfältigere Profile anziehen

Inklusive Sprache

Wir wollen unsere Auswahlverfahren so inklusiv wie möglich gestalten, um eine größere Vielfalt an Talenten anzuziehen. Zu diesem Zweck verwenden wir auch eine inklusivere Sprache in unseren Stellenanzeigen auf unserer neu gestalteten Job-Website.

Sensibilisierung

Implizite Vorurteile („unconscious bias“) sind oft ein Hindernis für Vielfalt. Deshalb versuchen wir durch Schulungen Mitarbeiter (vor allem diejenigen, die mit Einstellungen zu tun haben) für ihre impliziten Vorurteile (u. a. über das Geschlecht, Aussehen oder Alter von Bewerbern) zu sensibilisieren und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um automatische Denkmuster zu korrigieren und diskriminierendes Verhalten zu beseitigen.

Bachelor versus master

Eines unserer Ziele besteht darin, dass jedes Jahr 40 % unserer neu eingestellten Mitarbeiter Frauen sein sollen. Dieses Ziel wird erreicht, wenn wir alle Neueinstellungen betrachten. Wenn wir jedoch die Einstellungen nach Abschluss aufschlüsseln, sehen wir, dass das Ziel für Bachelor-Abschlüsse (52 %) erreicht wird, nicht aber für Stellen, die einen Master-Abschluss erfordern (39 %). So scheinen die Manager nach wie vor überwiegend männlich zu sein.

Women in Finance Belgium

Unsere Diversitätsmanagerin vertritt die Bank auch in einer Reihe von externen Arbeitsgruppen, die sich mit Vielfalt und Inklusion beschäftigen. Eine davon ist Women in Finance (nur auf Niederländisch verfügbar). 

Während der Konferenz „Why diversity in finance matters“, die am 17. Juni in unserem Auditorium stattfand, hat unser Direktor und Präsident des Finanzforums Jean Hilgers gemeinsam mit allen großen Finanzinstituten die Charta „Women in Finance Belgium“ unterzeichnet. Diese Charta zielt darauf ab, gleiche und faire Chancen für alle im Finanzsektor Arbeitenden - Männer und Frauen - zu schaffen. Im Video zu dieser Konferenz (auf Englisch) äußert sich Direktor Hilgers wie folgt: „Im Finanzsektor, der in den letzten Jahren schon viele Veränderungen und Disruptionen erlebt hat, ist es wichtig, über den Tellerrand zu schauen und offen für andere Erkenntnisse zu sein, und dafür brauchen wir alle Talente, Männer und Frauen.“

Der ehemalige Finanzminister und stellvertretende Premierminister Alexander De Croo nahm ebenfalls an dieser Konferenz teil:

Wenn Sie sich die Statistiken ansehen, werden Sie feststellen, dass Organisationen mit einer größeren Geschlechtervielfalt bessere Ergebnisse erzielen, besser mit Risiken umgehen und bessere Entscheidungen treffen. Wir müssen also Männern und Frauen die gleichen Chancen geben, zumal wir heute sehen, dass (weibliche) Talente oft noch ungenutzt bleiben.

Alexander De Croo, Premierminister

Die Unterzeichnung der Charta von Women in Finance kam für die Bank zum richtigen Zeitpunkt: Wir hatten gerade unsere Diversitäts- und Inklusionsstrategie festgelegt. Durch die ausgetauschten Erfahrungen, aber auch und vor allem durch die positive Nachahmung, zu der das Netzwerk Anlass gegeben hat, hat der Beitritt zu Women in Finance unserem Aktionsplan einen zusätzlichen Schub gegeben.

Pierre Wunsch, Gouverneur

 

58 % der Mitglieder von Women in Finance geben an, dass sie dank der Charta einen Aktionsplan zur Geschlechtervielfalt gestartet oder ihren bestehenden Aktionsplan verstärkt haben.

Bei Beförderungen oder Einstellungen für leitende Positionen streben wir eine Frauenquote von 40 % auf Jahresbasis an

„Für Führungskräfte auf der oberen Managementebene möchte ich bis zum Ende meiner Amtszeit eine Nachfolgeplanung, die sicherstellt, dass mindestens 40 % der Abteilungsleiter und Dienstleiter, die in den Ruhestand gehen, durch Frauen ersetzt werden“, sagte Gouverneur Pierre Wunsch in der französischsprachigen Wirtschaftszeitung L‘Echo am 28. Juni 2019.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir ein Programm entwickelt, mit dem wir Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung besser unterstützen wollen. Wir wollen die Flexibilität in der Arbeitsorganisation fördern - was der Geschlechtervielfalt zugutekommt -, wir nehmen die Dimension Diversität und Inklusion in unser Talentmanagementprogramm auf und wir werden bald ein Modul zu inklusiver Führung in unsere Managementtrainingsprogramme integrieren. Wir arbeiten auch an der Nachfolgeplanung, die der Gouverneur in L‘Echo erwähnt hat, um zukünftige Beförderungsmöglichkeiten rechtzeitig zu erkennen. Auch in diesem Bereich lassen wir uns vom Netzwerk Women in Finance Belgium inspirieren (siehe oben).

Wir arbeiten an einer inklusiven Unternehmenskultur

Eine inklusive Unternehmenskultur erhöht unsere kollektive Intelligenz und steigert unsere Glaubwürdigkeit als gesellschaftlich relevante Institution.

Deshalb ergreifen wir alle möglichen Initiativen innerhalb der Bank, um das Bewusstsein für Vielfalt und Inklusion unter unseren Mitarbeitern zu schärfen. So hat unser Netzwerk von Diversitätsbotschaftern Ed Sibley von der Central Bank of Ireland eingeladen und ihn gebeten, seine Erkenntnisse zum Thema Vielfalt mit uns zu teilen und zu diskutieren. Über unser Intranet schlagen die Botschafter auch Artikel, Filme oder Bücher zum Thema vor.

Diversitätsmanagerin Sarah Ndayirukiye: „Die Botschafter sorgen wirklich dafür, dass Diversität in der Bank sichtbar wird.“