Überblick über die wirtschaftlichen Maßnahmen COVID-19

Zusätzlich zu den menschlichen Folgen hat das Coronavirus auch einen großen Einfluss auf unsere Wirtschaft. Die Belgische Nationalbank mobilisiert ihre Mitarbeiter und ihr Know-how, um diese Folgen zu bekämpfen. Was genau tut die Nationalbank? Welche Maßnahmen werden ergriffen? Nachfolgend wird ein Überblick gegeben.

Economic Risk Management Group (ERMG)

Mehr als 100 Mitarbeiter der BNB arbeiten rund um die Uhr, um die Economic Risk Management Group (ERMG) dabei zu unterstützen, das Ausmaß der Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Finanzsektor einzuschätzen, Risiken rechtzeitig zu erkennen und Empfehlungen für Unterstützende Maßnahmen abzugeben. Diese Arbeitsgruppe wird von Gouverneur Pierre Wunsch und Dr. Piet Vanthemsche geleitet und umfasst Vertreter wichtiger wirtschaftlicher Interessengruppen, des Finanzsektors, der öffentlichen Einrichtungen, der Regionen und Gemeinschaften, der Wissenschaft und der Sozialpartner.

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Interview mit Gouverneur Wunsch - LN24

Zahlungsaufschub und Garantieregelung für von der Coronakrise betroffene Privatpersonen und Unternehmen

Die Nationalbank, die Föderalregierung und der Finanzsektor einigten sich auf eine “finanzielle Bazooka”, um die Auswirkungen der Coronakrise zu begrenzen. Familien, die es aufgrund der Coronakrise finanziell schwer haben, können bis September einen Aufschub erhalten, um ihren Hypothekenkredit zurückzuzahlen. Stabile Unternehmen und Selbständige können ebenfalls einen solchen Aufschub erhalten. Für alle neuen Kredite von Selbständigen oder Unternehmen wird ein Puffer von 50 Milliarden Euro für den Fall bereitgestellt, dass diese aufgrund der Coronakrise nicht zurückgezahlt werden können.

In der Zwischenzeit wurden die praktischen Einzelheiten des Zahlungsaufschubs in zwei Chartas gegossen: eine für Hypothekarkredite und eine für Unternehmenskredite.

Die BNB veröffentlichte auch eine Frage und Antwort an die Banken zur technischen Umsetzung des Abkommens. 

Um allen bei ihren Fragen und den durch das Coronavirus verursachten finanziellen Schwierigkeiten zu helfen, hat der Bankenverband Febelfin eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet: corona@febelfin.be.

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Auch der Versicherungssektor arbeitet an der Bekämpfung der sozioökonomischen Auswirkungen der Coronavirus-Krise

Der belgische Versicherungssektor wird sich bemühen, die negativen Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf Einzelpersonen, Haushalte, Selbständige und Unternehmen zu mildern. Die Branchenorganisation hat eine Einigung in dieser Frage erzielt, die von der Nationalbank mit Unterstützung der Finanzmarktaufsichtsbehörde FSMA und der föderalen Regierung erleichtert wurde.

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Aufsichtsmaßnahmen COVID-19

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde hat Maßnahmen zur Eindämmung der Auswirkungen des Coronavirus (Covid-19) auf den Bankensektor der EU angekündigt.

Die Europäische Zentralbank (EZB) unterstützt diese Maßnahmen und hat eine Reihe von Maßnahmen angekündigt‚ um sicherzustellen, dass die ihrer direkten Aufsicht unterliegenden Banken weiterhin die Realwirtschaft finanzieren können, da die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus spürbar werden.

Die BNB begrüßt diese Maßnahmen und beabsichtigt, sie in vollem Umfang auf lokale und spezialisierte belgische Kreditinstitute anzuwenden, die ihrer direkten Aufsicht unterliegen.

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EZB Antwort auf die Coronavirus-Pandemie

Die EZB hat eine Reihe von Maßnahmen im Bereich der Geldpolitik und der Bankenaufsicht ergriffen, um den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Wirtschaft des Euroraums entgegenzutreten und alle Menschen in Europa zu unterstützen.

Außergewöhnliche Zeiten erfordern außerordentliche Maßnahmen. Wir bekennen uns uneingeschränkt zum Euro und sind fest entschlossen, das Potenzial unserer Instrumente im Rahmen unseres Mandats vollends auszuschöpfen.“ - Christine Lagarde, Präsidentin der EZB

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