Pressemitteilung - Working Paper 209

Genormte Lohngefüge und ihre Folgen für Löhne und Beschäftigung in Übergangsländern: Beispiel Polen

Die meisten Übergangsländer nutzten zu Beginn der 1990er Jahre im Rahmen ihrer Programme zur Marktliberalisierung steuerbasierte Lohnnormen. In der vorliegenden Analyse wird geprüft, in wie weit eine Abgabe (bzw. Subvention) seitens der Unternehmen auf Abweichungen von einem vorgegebenen genormten Lohngefüge die Beschäftigung dadurch fördern kann, dass sich die von der Arbeitnehmergewerkschaft wahrgenommene Stellennachfrage um den genormten Wert dreht. Wir prüfen den Einfluss der Norm auf die Löhne anhand einer Auswahl polnischer Unternehmen aus den Jahren 1990 und 1991. Die Daten belegen, dass nicht nur das genormte Lohngefüge, sondern auch der Steuersatz einen Einfluss auf die wahrgenommene Stellennachfrage und ihre Entwicklung hat.