Pressemitteilung - Working paper 171

Allgemeine Beurteilung der Preisstarrheit – Ergebnisse der NBB-Unternehmensumfrage

In der vorliegenden Analyse wird die Preisstarrheit in Belgien auf der Grundlage der NBB-Unternehmensumfrage bewertet. Im Vergleich zu ähnlichen empirischen Erhebungen, die auf Preisinformationen von Verbrauchern oder Herstellern basieren, wird mit diesem Mikrodatensatz ein Großteil der belgischen Wirtschaft abgedeckt und somit eine bessere Einschätzung der allgemeinen Preisstarrheit ermöglicht. Ausgehend von unseren Schätzungen werden monatlich 19,2 % der Preise geändert. Im verarbeitenden Sektor und im Handel liegt die Häufigkeit der Preisänderungen bei fast 24,5 %. Die Baubranche weist diesbezüglich eine Quote von 20,5 % auf, und der Sektor der B2B-Dienstleistungen nimmt Preisänderungen mit einer Häufigkeit von knapp 9 % vor. Ökonometrische Analysen der Determinanten der sektorenspezifischen Häufigkeit von Preisänderungen weisen einerseits darauf hin, dass die Kostenstruktur die wesentliche Erklärungsvariable für Unterschiede zwischen den einzelnen Sektoren ist. Andererseits lässt sich feststellen, dass der einheimische Wettbewerb kein Grund für besonders viele oder besonders wenige Preisänderungen in einem bestimmten Sektor zu sein scheint.