Methodik

Für die Erstellung der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung gilt eine Reihe international festgelegter Buchführungsgrundsätze und Best Practices.

Im September 2014 trat das „Europäische System volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen – ESVG 2010“ als neue europäische Norm für die Erstellung der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung in Kraft. Das ESVG 2010 ersetzt das ESVG 1995 als Referenzmethode. Zwar übernahm es die Grundlagen und die allgemeinen Grundsätze seines Vorgängersystems, doch führte das ESVG 2010 gewisse Veränderungen ein, um dem neuen wirtschaftlichen Umfeld bzw. dem Wandel der Volkswirtschaften der letzten zwanzig Jahren Rechnung zu tragen.

Ein Abschnitt befasst sich allgemein mit dem ESVG 2010.

Generell ist jede statistische Veröffentlichung mit einem Überblick über die methodologischen Änderungen versehen, die in den aufeinander folgenden Ausgaben vorgenommen wurden.

Dieser Abschnitt erfasst für jeden Statistikbereich die methodologischen Erläuterungen, mit denen die aufeinanderfolgenden Ausgaben versehen sind, einschließlich der Kennzahlen. Die letzten beziehen sich auf den Referenzrahmen, der mit dem ESVG 2010 eingeführt wurde. Die ältesten methodologischen Erläuterungen beziehen sich auf die Regeln des ESVG 1995.

Ferner sind die Mitgliedstaaten der EU verpflichtet, so genannte „Bestandslisten der Quellen und Methoden“ vorzulegen. Diese ausführlichen Dokumente beziehen sich auf verschiedene Statistikprodukte. Die BNE-Bestandsliste (FranzösischNiederländisch - Englisch), der sich mit den Quellen und Methoden für die Schätzung des Bruttonationaleinkommens befasst, ist ein wichtiges Dokument, anhand dessen Eurostat die Best Practices für die Schätzung des BNE beurteilt, das unter anderem bei der Festlegung des Beitrags der Mitgliedstaaten zum EU-Budget zugrunde gelegt wird.

Außerdem wird die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung mit zahlreichen Nomenklaturen versehen. Eine Sammlung der Einstufungen befindet sich am Ende dieses Abschnitts.

Methodologische Erläuterungen

ESVG 2010

ESVG 1995

Aufstellung der Quellen und Methoden

Einstufungen

Durch Einstufungen wird die internationale Vergleichbarkeit von Statistiken gewährleistet, da sie bestimmte Regeln einhalten, die eine systematische und strukturierte Verteilung statistisch abgedeckter Phänomene ermöglichen. Zudem können die verschiedenen Statistiken dadurch miteinander verknüpft werden.

Bei der Erstellung der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung als globale Statistik kommen mehrere Einstufungen zur Anwendung. Die wichtigsten werden im Folgenden vorgestellt.