Lexikon

 

  • SITC

    Das Internationale Warenverzeichnis für den Außenhandel oder SITC (Standard international trade classification) ist ein Warenverzeichnis der Vereinten Nationen für die Außenhandelsstatistik (Wert und Volumen der Warenausfuhren und -einfuhren), das Vergleiche hinsichtlich Rohstoffen und bearbeiteten Waren weltweit ermöglicht.

  • Schatzanweisungen

    Kurzfristige Wertpapiere in Euro, die das Schatzamt im Tenderverfahren ausgibt.

  • Schuldtitel

    Versprechen seitens des Ausstellers (Kreditnehmers), dem Besitzer (Kreditgeber) zu einem (mehreren) voraus festgelegten Zeitpunkt(en) einen oder mehrere Beträge zu zahlen.

  • Securities settlement system (SSS)

    ein Verrechnungssystem für Wertpapiere, das die sichere Abwicklung von Transaktionen mit dematerialisierten Wertpapieren auf dem Primär- und Sekundärmarkt garantiert. Hierbei wird die Gleichzeitigkeit der Bewegungen von Wertpapieren und Barzahlungen gewährleistet (Prinzip der Lieferung gegen Bezahlung).

  • Sekundärmarkt

    Markt, auf dem die Geschäfte mit umlaufenden Finanzinstrumenten durchgeführt werden.

  • Solawechsel

    Der Solawechsel unterscheidet sich vom Wechsel lediglich durch die Tatsache, dass er ein Zahlungsversprechens des Schuldners anstatt eine Zahlungsaufforderung oder ein Zahlungsauftrag des Gläubigers ist.

  • Spitzenrefinanzierungsfazilität

    Ständige Fazilität des Eurosystems, mit der sich die Geschäftspartner bei einer nationalen Zentralbank zu einem vorgegebenen Zinssatz einen Übernachtkredit gegen refinanzierungsfähige Sicherheiten beschaffen.

  • Spitzenrefinanzierungszinssatz

    Zinssatz, bei dem der im Rahmen einer Kreditzuteilung zu gewährende Gesamtbetrag erreicht ist und unterhalb dessen es keine Zuteilung gibt.

  • Stabilitäts- und Wachstumspakt

    Ziel des Stabilitäts- und Wachstumspakts ist die Gewährleistung einer gesunden öffentlichen Finanzlage in der dritten Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion als Mittel zur Verbesserung der Voraussetzungen für, einerseits, ein starkes, nachhaltiges Wachstum, das der Schaffung von Arbeitsplätzen förderlich ist und, andererseits, Preisstabilität. Insbesondere wird als mittelfristiges Ziel die Forderung nach einem nahezu ausgeglichenen oder einen Überschuss aufweisenden Haushalt gestellt, damit die Länder der EU in der Lage sind, normale Konjunkturschwankungen zu bewältigen und zugleich das Defizit der öffentlichen Haushalte unterhalb von 3 % des BIP zu halten.

  • Strips

    Lineare Schuldverschreibungen, bei denen die Zinsscheine und der Mantel getrennt gehandelt werden.

  • Strukturelle Transaktion

    Offenmarktgeschäft mit dem Ziel, die Bilanzstruktur des Eurosystems dauerhaft zu ändern.

  • Ständige Fazilität

    Den Kreditinstituten des Euro-Währungsgebiets vom Eurosystem eröffnete Möglichkeit, auf eigene Initiative Geschäfte zu einem vorher festgelegten Zinssatz durchzuführen. Das Eurosystem bietet zwei ständige Übernacht-Fazilitäten an: die Spitzenrefinanzierungsfazilität und die Einlagefazilität.

  • Swift

    Von der internationalen Bankengemeinschaft gemeinsam verwaltetes Unternehmen, das den Banken in der ganzen Welt ein Netz zur Verfügung stellt, über das diese Mitteilungen über ihre Zahlungen und Wertpapiergeschäfte austauschen. Diese Mittelungen gelten als bindend. Die Vertraulichkeit des Austauschsystems basiert auf der Mitgliedschaft, an die eine Anzahl von Zugangsbedingungen geknüpft sind, ein sehr sicheres und gut ausgebautes Computernetz und die Verwendung einer standardisierten Codesprache, deren Format zentral von Swift entwickelt und verwaltet wird.

  • Systemrisiko

    Das Risiko, dass der Ausfall eines Teilnehmers eines Zahlungssystems, eines Wertaustauschsystems oder der Finanzmärkte ganz allgemein andere Teilnehmer oder Finanzinstitute daran hindert, ihren Verbindlichkeiten fristgerecht nachzukommen (einschließlich der Zahlungsverpflichtungen in einem Zahlungssystem). Ein solcher Ausfall kann zu erheblichen Liquiditäts- oder Kreditproblemen führen und so die Stabilität der Finanzmärkte gefährden.