Lexikon

 

  • Lateinische Münzunion

    Die Lateinische Münzunion (1865-1926) war ein Abkommen zwischen einigen Ländern, ihre Münzen nach einem genau gleichen Münzstandard zu prägen. Die großen Silberstücke und die Goldmünzen der einzelnen Länder sahen zwar verschieden aus, hatten aber einunddenselben Wert. Die an der Lateinischen Münzunion teilnehmenden Länder waren Frankreich, Italien, die Schweiz, Belgien und Griechenland.

  • Lender of last resort

    Wenn die Geschäftsbanken aufgrund eines vorübergehenden Liquiditätsengpasses (z. B. plötzlicher Bargeldbedarf) nicht in der Lage sind, der Nachfrage ihrer Kunden nachzukommen, kann dies in der Kreditwirtschaft zu ernsthaften Störungen führen. In diesem Fall kann die Zentralbank intervenieren, um die von den Banken benötigten Mittel bereitzustellen. Durch die Beaufsichtigung der Finanzmärkte und die Teilnahme an der Erstellung bankaufsichtlicher Standards und Vorschriften versucht die Bank, solche Krisenszenarien nach Möglichkeit zu vermeiden.

  • Liquiditätsmanagement

    Intervention des Eurosystems auf dem Geldmarkt durch Offenmarktgeschäfte, um die Höhe der Einlagen der Kreditinstitute beim Eurosystem und die sehr kurzfristigen Zinssätze zu regulieren.

  • Liquiditätsrisiko

    Das Risiko, dass eine Gegenpartei oder ein Zahlungs- oder Verrechnungssystemteilnehmer einer Verpflichtung bei Fälligkeit nicht in voller Höhe nachkommt. Ein Liquiditätsrisiko bedeutet nicht, dass die Gegenpartei insolvent ist, da diese ihre Schulden zu einem späteren, nicht festgelegten Zeitpunkt begleichen kann.

  • Ländergruppe

    Der Internationale Währungsfonds wird von einem Geschäftsführenden Direktor und 24 Exekutivdirektoren geleitet. Die Letztgenannten vertreten ein Land oder eine Gruppe mehrerer IWF-Mitgliedsländer.

  • Längerfristige Refinanzierungsgeschäfte

    Vom Eurosystem durchgeführte Offenmarktgeschäfte, im Allgemeinen mit einer Laufzeit von drei Monaten.