Datenschutzerklärung

Unbeschadet der Verpflichtungen der auskunftspflichtigen Institutionen ist die Belgische Nationalbank (im Folgenden "BNB") der für die Verarbeitung der in der Zentrale für Privatkredite (im Folgenden "Zentrale") gespeicherten personenbezogenen Daten zuständige Verantwortliche in Bezug auf den Empfang der von den auskunftspflichtigen Institutionen übermittelten Daten, die Organisation und Aufbewahrung dieser Daten, die Verwendung dieser Daten im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen, die Mitteilung dieser Daten in den Fällen, in denen sie dazu gesetzlich berechtigt ist, sowie das Sperren, Löschen oder Vernichten der personenbezogenen Daten unter den im Gesetz vorgesehenen Bedingungen.

Die BNB verarbeitet personenbezogene Daten entsprechend den Bestimmungen der Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung - DSGVO, oder General Data Protection Regulation - GDPR) sowie gemäß den Artikeln VII.148 bis VII.157 des Wirtschaftsgesetzbuches (im Folgenden "WGB") und dem Königlichen Erlass vom 23. März 2017 zur Regelung der Zentrale für Privatkredite.  Das WGB und der Königliche Erlass vom 23. März 2017 bilden die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung personenbezogener Daten in der Zentrale.

Personenbezogene Daten werden zum Zweck der Verwaltung der Zentrale in der Zentrale gespeichert, um den auskunftspflichtigen Institutionen Auskünfte zu erteilen, die es ihnen ermöglichen, die mit ihren Schuldnern verbundenen Risiken richtig einzuschätzen, und um der BNB als Aufsichtsbehörde die Daten zur Verfügung zu stellen, die sie für eine angemessene Bewertung der Risiken des Finanzsektors sowie für ihre wissenschaftliche oder statistische Tätigkeiten oder für die anderen Tätigkeiten benötigt, die sie gemäß dem Gesetz vom 22. Februar 1998 über die Organisation der Belgischen Nationalbank ausübt, wie z.B. die Geld- und andere Politiken und die prudentielle Aufsicht.

Die bei der Zentrale erfassten Personen werden über die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten informiert durch :

  • einen besonderen Hinweis im Text des abgeschlossenen Kreditvertrags;
  • ein Schreiben über die erste Erfassung eines Zahlungsvorfalls unter ihrem Namen in der Zentrale;

Die Aufbewahrungsfristen der Daten sind wie folgt:

  • bei Kreditverträgen ohne Zahlungsvorfall: drei Monate und acht Werktage nach Ende des Kreditvertrags;
  • bei Zahlungsvorfällen:
    • bei Nicht-Regulierung: zehn Jahre ab dem Zeitpunkt des ersten Zahlungsvorfalls;
    • bei Regulierung: im Prinzip ein Jahr ab dem Zeitpunkt der Regulierung.  Diese Frist darf auf keinen Fall zu einer Überschreitung der zehnjährigen Aufbewahrungsfrist ab dem Zeitpunkt der ersten Erfassung des Zahlungsvorfalls führen.

Wenn die BNB die Daten für wissenschaftliche oder statistische Tätigkeiten oder für die anderen Tätigkeiten, die sie gemäß dem Gesetz vom 22. Februar 1998 über die Organisation der Belgischen Nationalbank ausübt, verarbeitet, können die Daten nach Eingabe länger aufbewahrt werden.

Jede bei der Zentrale erfasste Person :

  • kann kostenlos und persönlich auf die unter ihrem Namen gespeicherten Daten zugreifen;
  • kann die Berichtigung  der Daten verlangen, wenn sich diese als falsch erweisen;
  • kann bei der Datenschutzbehörde eine Beschwerde einreichen, wenn er oder sie der Auffassung ist, dass diese Verarbeitung gegen die geltenden Gesetze und Vorschriften verstößt.

Die BNB hat einen Datenschutzbeauftragten ernannt, der bei Bedarf per E-Mail (dataprotection@nbb.be) oder per Brief (Belgische Nationalbank, Datenschutzbeauftragter, Boulevard de Berlaimont 14, 1000 Brüssel) kontaktiert werden kann.