Aufgaben

In der Kartei der Zentrale für Privatkredite (ZPK) werden die Daten von natürlichen Personen für private Zwecke aufgenommenen Konsumenten- und Hypothekarkredite sowie mögliche Zahlungsvorfälle in Verbindung mit diesen Krediten gespeichert; dadurch soll ein Beitrag zur Prävention der Überschuldung von Privatpersonen geleistet werden.

Die Kreditvertragsdaten sowie die persönlichen Daten des Kreditnehmers werden der Nationalbank von den Kreditgebern gemeldet. Es handelt sich nicht nur um Banken, Finanzeinrichtungen, die Verbraucherkredite oder Hypothekarkredite gewähren und Kreditkartenherausgeber, sondern auch um Versicherungsgesellschaften, die Hypothekarkredite gewähren, und Anbieter von Abzahlungsgeschäften.

Die Kreditgeber sind verpflichtet, die Kartei der Zentrale zu konsultieren, bevor sie einer Privatperson einen neuen Kredit gewähren. Auf diese Weise erhalten sie umfassende Informationen über die Kreditzusagen des Kreditbeantragers. So können sie das Kreditrisiko besser einschätzen, und, gegebenenfalls, vermeiden, den Kredit 'zu viel' zu gewähren, der zur Überschuldung des Kreditnehmers führen würde.

Nach Ablauf des Kredits, oder, im Falle eines Zahlungsvorfalls, nach Ablauf der reglementarischen Datenaufbewahrungsfrist, werden die Daten automatisch aus der Kartei der Zentrale gelöscht.

In der Kartei der Nicht registrierten Einträge (NRE) werden die Zahlungsrückstände im Zusammenhang mit Kreditverträgen und Finanzverpflichtungen gespeichert, die von natürlichen Personen für private Zwecke eingegangen wurden und nicht in der ZPK-Kartei gespeichert sind; diese Einträge sollen auch einen Beitrag zur Prävention der Überschuldung von Privatpersonen leisten.