Die Zentrale Kontaktstelle

Die Zentrale Kontaktstelle (ZKS) ist ein Verzeichnis, in dem die Bankkontonummern sowie die in Belgien von gebietsansässigen und gebietsfremden natürlichen und juristischen Personen bei Finanzinstituten unterhaltenen Verträge nach Arten aufgeführt werden.

Meldung ausländischer Konten an die ZKS
Die ZKS führt auch die Nummern und sonstigen Identifikationsdaten von im Ausland eröffneten Konten, die natürliche Personen, die Steuerinländer sind, der ZKS gemeldet haben: siehe Hinweise zur Meldung.
  • Die Nationalbank ist gesetzlich zur Schaffung einer Zentralen Kontaktstelle (ZKS) verpflichtet, an welche die Berichtspflichtigen eine Aufstellung ihrer Kunden, der Nummern der Bankkonten, deren Inhaber oder Mitinhaber ihre Kunden sind, und die Art der Verträge, die die Kunden mit den Berichtpflichtigen geschlossen haben, übermitteln.

  • Bei den Instituten, die Daten an die ZKS übermitteln müssen, handelt es sich um die in Artikel 322, § 3 des belgischen Einkommensteuergesetzes von 1992 (Code des Impôts sur les Revenus 1992) aufgeführten, in Belgien niedergelassenen Banken, Wechselbüros, Kreditinstitue und Sparkassen.

  • Spätestens am 31. März eines Jahres übermitteln die Berichtspflichtigen Angaben zur Identität ihrer Kunden sowie die Nummern ihrer Bankkonten und die Art der im Vorjahr geltenden Verträge. Die Daten werden acht Jahre lang aufbewahrt.

  • Die ZKS kann von der Finanzverwaltung abgefragt werden, um Bankdaten Steuerpflichtiger zu erhalten, bei denen es Hinweise auf Steuerbetrug gibt oder ein Fall von Steuerbeitreibung vorliegt.

    Natürliche und juristische Personen erhalten auf Wunsch kostenlos einen Auszug der bei der ZKS unter ihrem Namen gespeicherten Daten; ein entsprechender Antrag muss schriftlich unter Angabe des Datums erfolgen, unterschrieben und an die BNB gerichtet sein.