Internationaler Währungsfonds

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wurde 1944 in Bretton Woods in den Vereinigten Staaten gegründet; er hat seinen Sitz in Washington. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die internationale Beaufsichtigung der Wirtschaftspolitiken seiner Mitgliedsländer.

Internationale Währungsfonds

Diese Aufsicht erfolgt u. a. durch jährlich stattfindende Beratungen, bei denen die Wirtschaftspolitik eines Landes daraufhin geprüft wird, ob es seiner Verpflichtung, stabile Wechselkursrelationen herzustellen, nachgekommen ist. Die Einbeziehung der Privatwirtschaft bei der Lösung von Finanzkrisen und die Strukturreform des internationalen Währungs- und Finanzsystems stehen derzeit beim Fonds im Mittelpunkt des Interesses.

In Abstimmung mit den belgischen Regierungsbehörden nimmt die Nationalbank an der Vorbereitung der Stellungnahmen des IWF-Verwaltungsratsmitglieds teil, der einer aus 15 Ländern (Armenien, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Georgien, Israel, Kroatien, Luxemburg, Macedonien, Moldawia, Montenegro, Niederlände, Rumänien, Ukraine, Zypern) bestehenden Ländergruppe vorsitzt. Die Nationalbank finanziert außerdem die Beteiligung Belgiens am IWF-Kapital, das für wirtschaftliche Hilfsprogramme von Mitgliedsländern mit Zahlungsbilanzschwierigkeiten verwendet wird. 

Die Nationalbank organisiert schließlich auch den jährlichen Besuch einer IWF-Delegation in Belgien im Rahmen der Artikel IV-Konsultationen, bei dem die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Landes erhoben wird. Sie spielt eine zentrale Rolle bei den Finanzgeschäften zwischen unserem Land und dem IWF.