Größenkriterien für Vereinigungen und Stiftungen

Die Kriterien für Vereinigungen  und Stiftungen bestimmen, ob die Vereinigung oder Stiftung als klein, groβ oder sehr groβ betrachtet werden soll und legen das Schema für die Hinterlegung des Jahresabschlusses fest.

Eine Vereinigung oder Stiftung gilt als sehr groß, wenn am Ende des Geschäftsjahres:

  • die Anzahl der Beschäftigten (in Vollzeitäquivalenz) im Jahresdurchschnitt über 100 Personen beträgt oder
  • wenn mindestens zwei der nachstehenden Kriterien überschritten werden:
    • Jahresdurchschnitt der beschäftigten Erwerbspersonen (in Vollzeitäquivalenz): 50
    • Jahreseinkünfte insgesamt, ohne Sondereinkünfte (vor MwSt): 7 300 000 Euro
    • Bilanzsumme: 3 650 000 Euro

Eine Vereinigung oder Stiftung die die vorgenannten Kriterien nicht erfüllt, gilt als groß, wenn sie am Ende des Geschäftsjahres mindestens zwei der folgenden Kriterien erreicht oder überschreitet:

  • Jahresdurchschnitt der beschäftigten Erwerbspersonen (in Vollzeitäquivalenz): 5
  • Jahreseinkünfte insgesamt, ohne Sondereinkünfte (vor MwSt): 312 500 Euro
  • Bilanzsumme: 1 249 500 Euro

Eine sehr große Vereinigung und Stiftung wird ihren Jahresabschluss nach dem vollständigen Modell für Vereinigungen ohne Gewinnerzielungsabsicht und Stiftungen erstellen müssen.
Eine große Vereinigung und Stiftung wird ihren Jahresabschluss nach dem verkürzten Modell für Vereinigungen ohne Gewinnerzielungsabsicht und Stiftungen erstellen dürfen.

Alle Vereinigungen und Stiftungen (einschließlich die kleinen), die durchschnittlich 20 Personen in Vollzeitäquivalenten (VZÄ) beschäftigen, müssen eine Sozialbilanz ausfüllen. Diese ist Bestandteil der standardisierten Modelle (vollständig und verkürzt) für Jahresabschlüsse für Vereinigungen und Stiftungen. Für die Vereinigungen und Stiftungen, die ein abweichendes Schema verwenden, ist, sowohl für die kleinen Vereinigungen wie für Stiftungen, die mehr als 20 Personen beschäftigen, auf dieser Webseite unter folgender Adresse ein Modell erhältlich: Modelle für die Sozialbilanz.