Sprache des Jahresabschlusses

Sprache der Publikation durch die Unternehmen

Laut Artikel 101 des Gesellschaftsrechts muss der Jahresabschluss in der oder einer der Amtssprache(n) des Gerichtsbezirks, in dessen Zuständigkeitsbereich die Gesellschaft niedergelassen ist, verfasst sein. Konkret bedeutet dies, dass der Sitz der tatsächlichen Betriebsstätte die Sprache bestimmt, in der die Dokumente veröffentlicht werden. Je nach Sprachgebiet ist dies Französisch, Niederländisch oder Deutsch. Unternehmen aus der Brüsseler Region können zwischen Französisch und Niederländisch wählen. Unterhält ein Unternehmen Betriebsstätten in verschiedenen Sprachgebieten, hat es seinen Jahresabschluss und ggf. seine konsolidierte Bilanz sowie die zusammen mit diesen zu hinterlegenden Dokumente in der Sprache jedes dieser Sprachgebiete zu veröffentlichen, wobei pro gesetzlich vorgeschriebener Publikationssprache eine Hinterlegung vorzunehmen ist.

Der Jahresabschluss oder konsolidierter Jahresabschluss kann außerdem in einer oder mehreren Amtssprachen der Europäischen Union übersetzt und hinterlegt werden. Im Gegensatz mit der Veröffentlichung erwähnt in den vorangegangenen Abschnitten ist eine solche zusätzliche Hinterlegung nicht obligatorisch. Für diese zusätzliche Hinterlegung ist die normale Hinterlegungsgebühr zu entrichten.

Laut Artikel 85 des Gesellschaftsrechts muss der Jahresabschluss bzw. der konsolidierter Jahresabschluss ausländischer Unternehmen, die eine Niederlassung in Belgien haben, sowie alle damit zusammen zu hinterlegende Dokumente, in der Sprache oder in einer der Amtssprachen des Gerichtsbezirks verfasst oder übersetzt sein, in dessen Zuständigkeitsbereich die belgische Niederlassung dieses ausländischen Unternehmens ihren Geschäftssitz hat.

Konsistenz der Sprachverwendung

Artikel 174 des königlichen Erlasses vom 30. Januar 2001 (für Unternhemen) und Artikel 25 des königlichen Erlasses vom 19. Dezember 2003 (für die Vereinigungen und Stiftungen), bestimmen dass der Jahresabschluss oder konsolidierter Jahresabschluss sowie die zusammen mit diesen zu hinterlegenden Dokumente, in der gleichen Sprache verfasst sein müssen. Das heisst dass die Dokumente die Teil derselben Hinterlegung sind, nicht in mehr als einer Sprache verfasst sein dürfen.

Laut Artikel 181 des königlichen Erlasses vom 30. Januar 2001 soll die Berichtigung eines vorher veröffentlichten Jahresabschlusses bzw. konsolidierten Jahresabschlusses in derselben Sprache verfasst sein wie den betreffenden Jahresabschluss oder konsolidierten Jahresabschluss.