Pressemitteilung - Working Paper 239

Handels- und Produktionsdaten der EU im Zeitablauf in Konkordanz bringen

Dieser Aufsatz gibt Konkordanzverfahren für Handelsdaten auf Produktebene und Produktionsdaten in der EU an die Hand und untersucht die Implikationen von sich ändernden Produktklassifkationen für die gemessenen Produktzugänge und -abgänge bei belgischen Firmen. Unter Verwendung der von Pierce und Schott entwickelten Algorithmen (2012a, 2012b) werden in dem Aufsatz Konkordanzverfahren entwickelt, die es Forschern ermöglichen, Änderungen in den Kodierungssystemen im Zeitverlauf nachzuzeichnen und die Produktionsdaten auf Produktebene und Handelsdaten in eine gemeinsame Klassifizierung zu übersetzen, die sowohl in einem einzelnen Jahr als auch im Zeitverlauf einheitlich ist. Für das achtstellige System der kombinierten Nomenclatura, die für die Klassifizierung internationaler Handelstätigkeiten auf Produktebene innerhalb der Europäischen Union verwendet wird, und für die achtstelligen Prodcom-Kategorien, die für die Klassifizierung der Produkten in den europäischen Daten der heimischen Produktion verwendet werden, werden separate Verfahren ausgearbeitet. Ferner werden in dem Aufsatz bedeutende Erfassungsunterschiede zwischen der Prodcom-Klassifikation und der kombinierten Nomenclatura aufgezeigt, die bei der Generierung kombinierter Daten zur heimischen Produktion und internationaler Handelsdaten auf Produktebene berücksichtigt werden müssen. Bei Verwendung konsistenter Produkt-Codes im Zeitablauf ergibt sich für die belgischen Export- und Produktionsdaten ein geringere Produktzugang und -abgang bei fortlaufenden Firmen.