Pressemitteilung - Working Paper 185

Selbst herbeigeführte Austrocknung von Liquidität

Die Liquidität der Sekundärmärkte für langfristige Assets könnte aufgrund einer Negativauslese ausgetrocknet werden. In einem Modell, wo das moralische Wagnis auf den Projektstart begrenzt ist, hat sich Folgendes gezeigt: (1) Wenn Agenten von einer Austrocknung der Liquidität auf diesen Märkten ausgehen, entscheiden sie sich für eine optimale Absicherung durch Anhäufung unproduktiver aber liquider Assets; (2) Eine solche Reaktion hat negative externe Effekten zur Folge, da sich die Markteilnahme nachträglich verringert, wodurch die Negativauswahl noch verstärkt und die Marktliquidität weiter ausgetrocknet wird; (3) Die Austrocknung von Liquidität wird durch pareto-ineffiziente Gleichgewichte verursacht; (4) Diese können von der Regierung ausgeschaltet werden. Wenn Agenten einen eigenen, persönlichen Liquiditätsschock erleiden, hat sich Folgendes gezeigt: (5) Die Marktliquidität wird erhöht; (6) Agenten mit Liquiditätsproblemen stehen besser da, wenn sie ihre Liquiditätslage glaubhaft darlegen können, wobei die Transparenz eine nicht eindeutige Auswirkung auf die Möglichkeiten einer Risikoteilung hat.