Pressemitteilung - Working Paper 140

Exportziele und "Learning-by-Exporting": Ergebnisse aus Belgien

In diesem Papier werden anhand umfangreicher Datensätze belgischer Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes für den Zeitraum von 1998 bis 2005 die Kausaleffekte von Ausfuhren in verschiedene Zielländer bewertet. Dem ersten Anschein nach haben in Industrieländer exportierende Unternehmen, bevor sie an den Ausfuhrmarkt gehen, ein höheres Produktivitätsniveau als Unternehmen, die keine Ausfuhren tätigen oder in Ent¬wicklungsländer exportieren. Außerdem scheinen ihre Produktivitätszuwachsraten nach dem Eintritt in den Exportmarkt zu steigen, was durch „Learning-by-Exporting“-Effekte bedingt sein könnte. Wenn jedoch entsprechende Methoden zur formellen Bewertung der Kausaleffekte des Ausfuhrmarkteintritts auf die Produktivität angewandt werden, ist ein solcher Einfluss nicht erkennbar. So sind offenbar die Produktivitätsvorteile von Unternehmen, die in Industrieländer exportieren, ausschließlich auf Self-Selection zurückzuführen.