Pressemitteilung - Working Paper 139

Exportunternehmen und Kreditrestriktionen. Ein Ansatz auf Unternehmensebene

Dieses Papier untersucht den Zusammenhang zwischen Kreditrestriktionen und Exportverhalten anhand eines theoretischen Modells, das zwei neue Datensätze verwendet. Ein heterogenes Unternehmensmodell über den internationalen Handel mit Unternehmen, die Liquiditätsrestriktionen unterliegen, liefert eine Reihe von Prognosen bezüglich des Gleichgewichtsverhältnisses zwischen Produktivität, Kreditrestriktionen und Exporten, die anhand der Daten verifiziert werden. Die Untersuchung hat gezeigt, dass die Exportaktivität von Unternehmen höher ist, wenn sie eine hohe Produktivitätsrate aufweisen und geringen Kreditrestriktionen ausgesetzt sind. Außerdem spielen Kreditrestriktionen eine wichtige Rolle bei der Bestimmung der extensiven, nicht aber der intensiven, Grenzen in Bezug auf die Exportziele. Dadurch entsteht eine Hackordnung im Handel. Darüber hinaus führt eine Wechselkursaufwertung dazu, dass bestehende Exporteure ihre Exportaktivität verringern, während potenzielle Exporteure, die Kreditrestriktionen unterliegen, in den Markt eintreten und die unproduktivsten Exporteure den Markt verlassen.