Pressemitteilung - Working Paper 120

Dieses Papier gibt einen Überblick über die Fragen, die zu klären sind, um die Auswirkungen einer verstärkten Prozyklizität im Finanzsystem aufgrund einer höheren Zyklizität der Eigenkapitalanforderungen bestimmen zu können.

Dieses Papier gibt einen Überblick über die Fragen, die zu klären sind, um die Auswirkungen einer verstärkten Prozyklizität im Finanzsystem aufgrund einer höheren Zyklizität der Eigenkapitalanforderungen bestimmen zu können. Zahlreiche Zentralbanken haben Bedenken hinsichtlich der potenziellen Kosten der Prozyklizität als Folge der Basel II-Rahmenvereinbarung und deren Umsetzung in der EU durch die Capital Requirements Directive (CRD) geäußert. Frühere Kapitalregelungen verlangten von Banken die Kapitalunterlegung jedes einzelnen Kredits, unabhängig vom Risiko des Kredits. Ziel der Basel II Rahmenvereinbarung und der CRD ist es, die Risikosensitivität von Eigenkapitalanforderungen zu erhöhen. Es liegt daher nahe, dass die Eigenkapitalanforderungen unter der CRD zyklischer sind, als dies bei früheren Regelungen der Fall war. Daraus ergeben sich zwei Fragen: 1. Ist es von Bedeutung, dass die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalanforderungen stärker als zuvor fluktuieren, wenn Banken ihr Verhalten bezüglich der Kreditvergabe nach anderen Kapitalkriterien ausrichten? 2. Wenn ja, wie wirkt sich dies auf den Konjunkturzyklus aus?