Pressemitteilung: Wiederöffnung des Museums der Belgischen Nationalbank

Die Zentralbank, Geld und Finanzen im Blickpunkt

Brüssel, 15. Januar 2018 – Wirtschaft und Geld sind langweilig? Nicht im Museum der Belgischen Nationalbank, das heute in einem prachtvoll renovierten Gebäude im Herzen der Hauptstadt wiedereröffnet wird, in dem früher die Bank Union de Crédit de Bruxelles ihr Zuhause hatte!  Exponate und Dokumente, die Sie noch nie gesehen haben, und eine Mischung interaktiver und audiovisueller Medien machen einen Besuch der neuen Dauerausstellung zu einem attraktiven und lehrreichen Erlebnis. Dort wird Ihnen das Arbeitsgebiet der Zentralbank ebenso nähergebracht wie alle Aspekte von Geld einst und jetzt. Das NBB-Museum richtet sich an das breite Publikum im Allgemeinen und insbesondere an Jugendliche, Schüler und Studenten.

In Unterrichtswesen und Bildung junger Menschen zu investieren, ist eine bewusste Entscheidung der NBB. Bereits seit 1982 empfängt sie in ihrem Museum Schulen und Besucher aus allen Landesteilen und dem Ausland. Gemeinsam mit dem Museum der Bank of England gehört das Museum der Belgischen Nationalbank somit zu den ältesten Zentralbankmuseen Europas. Nach einer langen Renovierungszeit öffnet das Museum heute wieder seine Türen. Die Sammlung ist in einem einzigartigen neuen Umfeld untergebracht. Ab heute hat das Museum nämlich in dem Gebäude in der Rue Montagne aux Herbes Potagères seinen Sitz, wo früher die Union de Crédit de Bruxelles ihr Zuhause hatte. Das Gebäude wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts von dem Architekten Nicolas Dekeyzer entworfen. Mit seiner Kuppelstruktur, dem auffallenden gotischen und trotzdem schlichten Stil, dem monumentalen Treppenhaus und den Girandolen ist es eine architektonische Perle, die dank der Nationalbank im alten Glanz auferstehen konnte.

Role der Bank in der Gesellschaft

„Die Belgische Nationalbank will mitten in der Gesellschaft stehen“, sagt Gouverneur Jan Smets. „Wir sind uns bewusst, dass unsere sehr vielseitigen und sich schnell ändernden Bankaktivitäten weiten Kreisen der Bevölkerung nicht immer bekannt sind. Das prachtvolle neue Museum erläutert sehr gut, welch wichtige Rolle die Bank in der Gesellschaft im Allgemeinen und in unserer Wirtschaft im Besonderen spielt. Ich freue mich deshalb ganz besonders, dass wir diesem einzigartigen Gebäude, das zum architektonischen Kulturerbe unseres Landes gehört, wieder eine bedeutsame öffentliche Funktion einräumen können. 

Schüler, Studenten und andere Besucher haben im Museum alle Möglichkeiten, sich einen Einblick in die wirtschaftlichen, monetären und finanziellen Konzepte und Mechanismen im Allgemeinen und die Zentralbankaktivitäten im Speziellen zu verschaffen.

Die angesprochenen Themen sind modern und manchmal höchst aktuell. Zur besseren Einschätzung ihrer Bedeutung werden sie in einem historischen Kontext dargestellt. Die Geschichte ist hierbei kein Zweck an sich, sondern hilft dem Besucher, die Rolle und Funktionen der Zentralbank besser zu begreifen. Die Kombination aus modernem und historischem Blickwinkel zeigt auf allgemein verständliche Weise, welchen Einfluss die Aktivitäten der Zentralbank auf die Wirtschaft generell und insbesondere auf die Finanzen jedes Bürgers haben.

Das renovierte Museum lädt den Besucher mit Interaktivität und Multimedia dazu ein, selbst aktiv zu werden. Was gibt es alles zu erleben? Als Besucher können Sie in die Haut kriechen

  • eines Experten für europäische Angelegenheiten, für den die Zusammensetzung und die Funktionsweise des Eurosystems keinerlei Geheimnisse enthält;
  • des Hauptkassierers, der dafür sorgt, dass jederzeit ausreichend Bargeld im Umlauf ist;
  • eines aufmerksamen Bürgers, der die Echtheit seiner Banknote prüft;
  • des Gouverneurs, der bestrebt ist, die Inflation nahe bei, aber knapp unterhalb von 2 % zu halten;
  • eines Bankiers, der sich bei der Leitung seiner Bank an die Vorschriften der Bankenaufsicht halten muss;
  • eines Studenten, der wirtschaftliche und finanzielle Informationen sucht, die von der BNB gesammelt, analysiert und veröffentlicht werden;
  • eines Freundes von Reisen in Zeit und Raum, der sich für das Geld vergangener Zeiten und ferner Länder interessiert.

Mehr Informationen:

  • Niederländisch, Französisch, Deutsch und Englisch
  • Eintritt kostenlos
  • Führungen kostenlos
  • Gruppenreservierung: www.nbbmuseum.be/de/booking
  • Montag bis Freitag
  • 09:00 bis 17:00 Uhr

Kontakt:

Museum der Belgischen Nationalbank

Rue Montagne aux Herbes Potagères 57

1000 Brüssel

Tel. 32 2 221 22 06

museum@nbb.be

www.nbbmuseum.be